Marisa

Art Direktorin
marisa@jukserei.com

Ursprünglich aus Norddeutschland, nahe der Grenze zu Dänemark, hat Marisa das Beste aus beiden Welten! Mit dem süßesten Lachen, das du je gehört hast, und den fröhlichsten Outfits ist sie hier, um JUKSEREI etwas (zusätzliche) Kreativität zu bringen. Man spürt ihre künstlerische Ader schon beim Anblick ihrer bunten, handbemalten Shirts und Tragetaschen oder ihrer auffallenden Neonringe. Selbst nachdem sie in Großbritannien, in Kopenhagen und jetzt in Berlin gelebt hat, ist ihr Kleinstadtgeist intakt und man kann sie beim entspannten Lesen im Park oder an einem warmen Tag am See antreffen.



Was hat dich nach Berlin verschlagen?

Ich habe Innenarchitektur studiert und einige Zeit in Großbritannien und Kopenhagen verbracht, bevor ich nach Berlin zog. Mein letztes Projekt, bevor ich hierher gezogen bin, war die Arbeit an einem Bühnenbild für ein Theater, und ich hatte einfach das Gefühl, dass es danach Zeit für eine Veränderung war. Ich habe es immer genossen, die Stadt als Teenager und später Freund:innen zu besuchen, es war aufregend und in gewisser Weise sehr befreiend, weil es mir das Gefühl gab, dass viele hier gerade auf dem Weg sind herausfinden was sie vom Leben möchten und dass das so total in Ordnung ist. Ich interessiere mich sehr für Architektur und Geschichte und um ehrlich zu sein, ist ein weiterer Grund, weshalb ich hierher gezogen bin, dass die Geschichte der Stadt so deutlich sichtbar ist und es viel zu erkunden gibt - hierher zu ziehen ergab für mich einfach Sinn. Jahre später bezeichne ich Berlin als mein Zuhause. Ich habe großartige Freund:innen, die diese Stadt mit mir teilen und gefühlt unendliche Möglichkeiten direkt vor meiner Haustür.

Eine wichtige Message?

Du tust das Beste, was du kannst, mit dem Wissen, das dir in diesem Moment zur Verfügung steht.

Was hörst du in folgenden Kategorien?

90's: Sailor Moon Titelmelodie
Mit dem Fahrrad: Fuffifufzich – Zur Hilfe // ALCATRAZ – Angels America
Im Sommer: Tropikel Ltd – Achtung Fragile // Nand – Sonnenblumenfeld
Zum Rotwein: Angel Olsen – Spring // Parcels – Light // Alles von Tom Misch
Zum Tanzen: Gome – Fever (of the night) // Parallel Dance Ensemble – Shopping Cart
Guilty Pleasure: Das ganze Lionel Richie Album "Can't slow down" von 1983. Um ehrlich zu sein... was für ein nices Album! Aber ich bezeichne allgemein eigentlich nichts mehr als „Guilty Pleasure". Was mich auch immer zum Lächeln bringt sind im Grunde sämtliche Neue Deutsche Welle Künstler:innen (lieben Dank an meine Eltern an dieser Stelle), wenn es also eine Stereo Total, Ideal, Falco, City, Nina Hagen Hörparty ist – bin ich dabei!

Was ist deine Rolle bei JUKSEREI?

Als Art Director ist es eine der wichtigsten Aufgaben, dafür zu sorgen, dass jeder Aspekt der Brand mit unserem aktuellen Stil übereinstimmt. Ich bin für den gesamten Look verantwortlich, d.h. für alles, was visuell auftaucht - z.B. die Arbeit an Fotoshootings, die neuesten Kampagnen und Kollektionen, das Design unserer Website, Social Media und Marketingmaterialien - es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Aufgaben.

Ein täglicher Gedanke? 

Habe ich mein Fahrrad abgeschlossen?

Wie ist dein Verhältnis zu Kreativität und was bedeutet sie für dich? 

Meine Beziehung zu Kreativität hat einen langen Weg hinter sich. In der Schule, an der Universität und an früheren Arbeitsplätzen bedeutete "Kreativität" oft, großartige, originelle und innovative Ideen zu haben. Diese Denkweise führte dazu, dass ich dachte, ich müsse ständig produktiv sein und etwas kreieren. Das erzeugte einen enormen Druck - kein Wunder, dass der Druck auf mich selbst so hoch wurde, dass ich mich von Zeit zu Zeit in einer Kreativ-Blockade befand. In diesen Phasen hatte ich das Gefühl, nichts beitragen zu können und in gewisser Weise auch zu versagen, weil mir einfach nicht diese eine Idee einfiel, die anderen oder ich von mir erwartete. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass Kreativität mir erlaubt, mich selbst auszudrücken, und dass das komplett ausreicht. Ich liebe es, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, mir etwas auszudenken, zu erforschen, rumzuspielen, genauso wie damals als Kind. Kreativität ist eine großartige Sache, also habe ich einfach Spaß daran. Ohne Druck, ohne das Gefühl, dass ich mich beweisen muss. Ich male gerne, arbeite an Musik oder sticke. An Keramiken basteln, mich mit Ölpastellkreiden zu beschäftigen, mit meiner analogen Kamera zu fotografieren oder mit meinem (qualitativ fragwürdigen) Camcorder zu filmen macht mir riesig Spaß. Vielleicht kann ich auch mal alles auf einmal auszuprobieren?

Wie verbringst du deine Sonntage in Berlin?

Ich liebe es, Zeit in einem meiner Lieblingsviertel zu verbringen: Rixdorf! Den Tag mit leckeren Backwaren in der Kønigliche Backstube beginnen und dann eine Runde Minigolf auf dem Hertzbergplatz spielen. Mittags ein Stück leckere Pizza bei Vier Ecken, essen und danach entspannt durch den Cormeniusgarten zu schlendern. Für ein Eis ist immer ein bisschen Platz im Magen, deshalb kann ich nur allen ans Herz legen mal bei Eisderix vorbeizuschauen und den Abend mit einem kühlen Bier im Garten von Zosse, oder einem netten Glas Wein bei 3 Flaschen ausklingen zu lassen.

Dein Lieblingsschmuck der Jukserei und warum?

Mein Lieblingsschmuck der JUKSEREI ist im Moment der MESH SIGNET Ring sowie der OLA Ring - beide zusammen sind mein tägliches Accessoire. Ich mag die Verspieltheit der BONBON Hoop-Ohrringe Big und wie gut sich die SQUARE Chips Halskette um meinen Hals anfühlt (außerdem ist es klasse, einen meiner Lieblingssnacks als Schmuck zu tragen).